Die Internationale Automobilarbeiter Konferenz solidarisiert sich mit dem Kampf der Arbeiter des VW-Werks Chaka in Pune, Indien

und fordert von der VW-Konzernleitung eine Lösung in dieser Streitsache zugunsten der Arbeiter.

 30. Januar 2018 - Nach einer Verhandlung, die schon mehr als 14 Monate dauert, möchte der Konzern eine einseitige Veränderung bezüglich der Arbeitslöhne anwenden, die die schon dürftigen Einkommen der Belegschaft noch weiter kürzen würden. Die Arbeitergewerkschaft von VW ist, angesichts der legalen Schwierigkeiten, die ein Arbeitsstreikaufruf in Indien mit sich bringt, in einen Hungerstreik getreten.

11 Arbeiter haben schon entschieden, den Streik durch Hungerstreik auf unbestimmte Zeit zu unterstützen, was ein großes Risiko für deren Leben bedeutet. Zwei Kollegen sind schon im Krankenhaus.

 

Diese Einstellung der Konzernleitung geht Hand in Hand mit dem, was in Portugal (Autoeuropa) erlebt wird, wo der Konzern auch Arbeitspläne und eine extreme Flexibilität durchsetzen will, die die Belegschaft schon zwei Mal demokratisch abgelehnt hat.

 

Die mutige und waghalsige Entscheidung, die von den Kollegen in Indien getroffen wurde, verdient die Anerkennung und maximale Solidarität von Seiten aller VW-Belegschaften der Welt. Wir alle leiden, in großem oder kleinem Maße, unter dem Handeln der Konzernleitung auf der Suche nach dem größten Profit, „koste es, was es wolle“. Mit der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz kämpfen wir dafür, dass der Reichtum, welchen wir tagtäglich an unseren Arbeitsplätzen generieren, unter allen Belegschaften gerecht verteilt wird.

 

Deswegen rufen wir Gewerkschaften, Komitees und Arbeitervertretungen der Werke des VW-Konzerns auf, Solidaritätserklärungen an die indischen Kollegen zu schicken, die sich mit deren Kampf solidarisieren, und vom Konzern das Zurücknehmen der einseitigen Maßnahmen zu fordern und die Rechte der Arbeiter von VW in Pune und von allen anderen Werken zu respektieren, in denen die Belegschaften auf die Aggressionen des Konzerns antworten.

 

In Solidarität

 

Carlos Luiz Prates Mancha (Brasilien), Diego Rejon Bayo (Spanien), Joern Kleffel (Deutschland)

Sprecher der ICOG