24 Stunden Streiks in Autowerken in den Niederlanden - Solidarität ist das Gebot der Stunde!

(Korrespondenz) Weitgehend unbeachtet von den Medien finden Kämpfe und Auseinandersetzungen statt. Wir sollen nicht davon erfahren! Es würde ja ermutigend wirken. Daher ist unsere Homepage sehr wichtig, hier erfährt man was sonst nicht in der Presse kommt! So gab es im Juni 24-Stunden-Streiks in den niederländischen Auto-Werken DAF in Eindhoven, Ned Car in Born, Scania in Zwolle und Wärtsilä in Meppel. Sie sind Teil der Metall-Gewerkschaften.

Verschiedene niederländische Gewerkschaften arbeiten bisher gut zusammen. Ihre Forderungen sind:

-3,5 % mehr Lohn jährlich

-mindestens 1000 Euro mehr pro Jahr

-Abschaffung des „Jugendlohns“, ein Minimal-Lohn für Jugendliche, zumindest für diejenigen, die gleiche Arbeit machen

-mehr Selbstbestimmung über „Freischichten“. Bei DAF werden die durch Arbeitszeitverkürzung erarbeiteten Stunden – 13 Tage jährlich – nur erteilt, wenn die Firmenleitung das will

-für Leiharbeiter Festübernahme nach 9 Monaten und gleicher Lohn wie die Stammmannschaft

-eine Regelung für Ältere: 80 % Prozent Arbeit bei 100 % Lohn, dafür Jugendliche einstellen

 

Bei DAF in Eindhoven werden täglich 250 LKW und 280 Motoren produziert. Es haben dort viele Leiharbeiter mit gestreikt und sind Mitglied der Gewerkschaft geworden. Der „Betriebsrat“ des Werkes drohte mit Blockade der Tore, falls die Werkleitung weiterhin Leiharbeiter einschüchtern würde.

Die Belegschaften haben begonnen zusammen zu arbeiten. So kommunizierten sie über Skype während der Betriebsversammlungen bei DAF und Scania.

Eine gute Zusammenarbeit im Sinne unserer Internationalen Automobilarbeiterkonferenz !

 

Quelle: rode morgen 1.Juli 2018

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redaktie rodemorgen.nl